Als Kreation der Zuckerbäcker des Topkapi-Palasts ist Baklava als das wohl bekannteste Dessert des Vorderen Orients überall im ehemaligen Osmanischen Reich bekannt geworden. Ursprünglich haben es armenische Christen im damaligen Konstantionopel eingeführt. Sie nannten es Bakli-Halva (Süßspeise der Fastenzeit). In der klassischen Variante besteht es aus acht Schichten Phyllo-Teig (türk. yufka) und sieben Schichten Nüsse. Baklava ist im Vorderen Orient unverzichtbar bei allen Festen wie Geburten, Hochzeiten, Feiertagen, dem jüdischen Bar Mizwa und dem muslimischen Ramadan. Dieser Nuß-Sirup-Kuchen ist wohl in der griechischen oder türkischen Version am bekanntesten, die mit Walnüssen und Honig zubereitet wird. Im Libanon verwendet man dagegen Pistazien und/oder Cashewnüsse, und der Honig wird durch Orangenblütenwasser ersetzt.